Hase und Kaninchen: Was ist der Unterschied?

Hase und Kaninchen: Was ist der Unterschied?

Wenn man nur flüchtig auf Hasen und Kaninchen schaut, entdeckt man nicht zwingend sofort einen Unterschied. Schließlich sind beide:

  • flauschig
  • mit langen Ohren ausgestattet
  • hoppelnd unterwegs
  • einfach niedlich

Doch so ähnlich sich die beiden mit ihren schnuffigen Näschen und dem puscheligen Schwänzchen auch sind – Hase und Kaninchen sind nicht das Gleiche. Sie unterscheiden sich sogar in einer ganzen Reihe von Dingen. 

Die fünf wichtigsten Unterschiede zwischen Hase und Kaninchen

Karnickel oder Hase: Das ist hier die Frage. Wir haben einmal nachgesehen, wie sich die beiden Knabberkollegen wirklich unterscheiden. 

Dieses Kaninchen hat vermutlich keine Ahnung, was es von einem Hasen unterscheidet. 1. Aussehen

Die langen Ohren haben Hase und Kaninchen grundsätzlich gemeinsam. Doch wo sich Kaninchen bei den Proportionen noch recht bescheiden geben, trumpfen die Hasen richtig auf: Sie lauschen mit besonders großen Löffeln in die Welt hinein.

Hasen haben auch wesentlich größere Hinterläufe als Kaninchen. Damit können sie rennen, Haken schlagen und außerdem enorm hoch springen: Bis zu zwei Meter sind ein Klacks für die Athleten mit den drolligen Wackelnasen.

2. Größe

Im Vergleich zu den zwar fantastisch flauschigen, aber eher kleinen Kaninchen sind Hasen echte Brummer: Ein Feldhase kann bis zu 70 Zentimeter lang und stattliche sechs Kilogramm schwer werden. Ein Kaninchen ist da deutlich handlicher: Es wird mit 2,5 Kilogramm nur halb so schwer und mit 45 Zentimetern auch deutlich weniger lang.

3. Ständiger Wohnsitz

Kaninchen leben immer in einem Kaninchenbau. Den buddeln sie sich mit den Flauschpfoten, bis sie und ihre Hoppelfreunde bequem hineinpassen. Von einer solchen Wohnung im Souterrain oder Kellergeschoss hält der Hase wenig: Er macht keine Pfote krumm, sondern lebt einfach auf der weiten Wiese oder im Feld. In Gebüschen oder Erdkuhlen findet er Schutz vor Feinden.

Sind Hasen und Kaninchen das Gleiche? 4. Geselligkeitsgrad

Von Gesellschaft hält der Hase nur wenig. Wenn es nicht gerade darum geht, den Hasen oder die Häsin für die Familienplanung zu finden, hoppelt das Langohr lieber allein durch Feld und Wiese und knabbert sich so durch den Tag. Kaninchen sind da deutlich geselliger. Sie leben in Gruppen von bis zu zehn Tieren. Mal sind es weniger, mal auch einige mehr.

5. Nachwuchskompetenz

Kaninchenbabys können noch nicht wirklich viel, wenn sie auf die Welt purzeln. Sie sind blind, taub und ein flauschiges Fell haben sie sich auch noch nicht zugelegt: Sie sind bei der Geburt erst einmal nackt. Problematisch ist das nicht. Schließlich werden sie ja im kuscheligen Kaninchenbau geboren. Da ist es völlig in Ordnung, erst einmal nichts zu können.

Bei Hasen ist auch das anders: Da sie oberirdisch leben, muss der Nachwuchs von Anfang an mehr oder minder auf eigenen Pfoten stehen. Er hat sofort sein Fell an. Die Mini-Hasen können außerdem gucken, hören und hoppeln recht bald auch schon umher.

Sollte dir in der Natur mal einer der langohrigen Klopfer begegnet, sieh einmal genau hin. So kannst du das (F)Lauschohr im Ernstfall korrekt ansprechen.

Pst! Eigentlich sind in diesem Text schon genug Bilder vorhanden. Aber weil die puscheligen Langohren so herzig sind, hängen wir hier einfach noch eines an. Sag's nicht weiter. ;)

Ein schnuffiges Kaninchen sitzt auf einer Kuscheldecke und wartet, was der Tag so bringt.

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